Beziehungen zu den Eltern in der Kindheit bestimmen das Wohlbefinden im Erwachsenenalter - Ergebnisse einer globalen Studie
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Wissenschaftler haben herausgefunden, warum Beziehungen zwischen Kindern und Eltern wichtig sind.
Die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung kann einen nachhaltigen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden eines Menschen haben, wie neue Daten zeigen. An der Studie, die von Gallup-Forschern in Zusammenarbeit mit Experten für Entwicklungs- und Familienpsychologie durchgeführt wurde, nahmen mehr als 200.000 erwachsene Befragte aus 21 Ländern teil. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Communications Psychology veröffentlicht.
Es war bereits bekannt, dass frühkindliche Erfahrungen und die Qualität der Interaktionen mit den Eltern mit dem emotionalen Wohlbefinden im Erwachsenenalter zusammenhängen. Die meisten früheren Studien beschränkten sich jedoch auf Stichproben aus einem einzigen Land oder auf eine kleine Anzahl von Teilnehmern. Die neue Arbeit kombiniert Daten, die durch Telefon-, Online- und persönliche Umfragen erhoben wurden, um die Universalität dieses Effekts zu bewerten.
Methoden und Schlüsselfaktoren
Die Teilnehmer wurden gefragt, inwieweit sie sich von ihrer Mutter und ihrem Vater geliebt fühlten, inwieweit die Beziehung insgesamt 'sehr gut', 'gut', 'schlecht' oder 'sehr schlecht' war und ob sie sich in der Familie wie ein 'Außenseiter' fühlten. Aus diesen Antworten wurde ein Index für die Qualität der Beziehung zwischen Kindern und Eltern erstellt.
Um das Wohlbefinden im Erwachsenenalter zu beurteilen, beantworteten die Befragten Fragen zu ihrem Grad an Hoffnung, ihrer gesundheitlichen Zufriedenheit und ihrem Maß an Dankbarkeit. Auch Indikatoren für die psychische Gesundheit, einschließlich der Häufigkeit von Episoden von Traurigkeit, Angst und anderen Symptomen, wurden untersucht.
Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Qualität der Beziehungen zu den Eltern in der Kindheit als signifikanter Prädiktor für das Wohlbefinden im Erwachsenenalter erwies. Dieser Effekt war stärker als Faktoren wie der sozioökonomische Status der Familie in der Kindheit, das aktuelle Einkommen, der Bildungsstand oder das Geschlecht. Und der Zusammenhang wurde in allen 21 Ländern gefunden, die unterschiedliche geografische Regionen, religiöse Traditionen und Einkommensniveaus abdecken.
Interessanterweise war der Einfluss der Beziehungen zwischen Kindern und Eltern auf das Wohlbefinden in Ländern mit höherem Einkommen und eher säkularen Gesellschaften besonders ausgeprägt. Darüber hinaus hatten Familien mit religiöseren Eltern oft stärkere Beziehungen zu ihren Kindern.
Die Autoren planen, ihre Forschung auszuweiten, um die Mechanismen zu verstehen, durch die solche Beziehungen entstehen, ihre Auswirkungen auf die Charakterentwicklung und mögliche genetische und kulturelle Faktoren.
Details: Jonathan T. Rothwell et al, Parent-child relationship quality predicts higher subjective well-being in adulthood across a diverse group of countries, Communications Psychology (2024). DOI: 10.1038/s44271-024-00161-x.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













