Ehegatten haben oft überlappende psychische Störungen
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Eine neue, groß angelegte Studie mit mehr als 14 Millionen Menschen in verschiedenen Ländern hat ergeben, dass verheiratete Paare häufiger als erwartet unter denselben psychischen Problemen leiden.
Diese Ähnlichkeit wird schon seit 90 Jahren beobachtet und in verschiedenen Kulturen bestätigt.
Ein internationales Team von Wissenschaftlern veröffentlichte eine Arbeit in der Zeitschrift Nature Human Behaviour. Sie analysierten Korrelationen zwischen Ehepartnern für neun psychiatrische Diagnosen, darunter Schizophrenie, Depression, bipolare Störung, ADHS, Essstörungen und andere.
Die Stichprobe umfasste:
5 Millionen Paare aus Taiwan
571.534 Paare aus Dänemark
707.263 Paare aus Schweden
Insgesamt also 14,8 Millionen Menschen. Es wurden auch bis zu 6 Millionen Kontrollpaare verwendet. Wichtigste Ergebnisse:
In allen Ländern gab es eine positive Korrelation zwischen Ehepartnern mit der gleichen Störung.
In Taiwan wurden Ähnlichkeiten zwischen Ehepartnern für alle neun Diagnosen bestätigt, mit Ausnahme von Anorexie, Zwangsstörung und bipolarer Störung, wo regionale Unterschiede festgestellt wurden.
Eltern mit denselben Diagnosen haben ein erhöhtes Risiko, die Störung an ihre Kinder weiterzugeben - insbesondere bei Schizophrenie, Depression, bipolarer Störung und Alkoholkonsumstörung.
Diese Trends werden durch genetische Daten, einschließlich GWAS (genomweite Assoziationsstudien), unterstützt.
Die Studie ergab außerdem Folgendes:
Die Überschneidung von suchtbedingten Störungen zwischen Ehepartnern nahm im Laufe der Zeit zu.
Im Gegensatz dazu wurde die Zwangsstörung bei beiden Partnern des Paares weniger häufig.
Der Grad der Überschneidung bei ADHS schwankte, zeigte aber keinen einheitlichen Trend.
Das Ausmaß der Übereinstimmung bei Depressionen und Suchterkrankungen zwischen Eltern und Kindern nahm mit den neuen Generationen zu.
Bislang war man davon ausgegangen, dass psychische Störungen durch Genetik und Umwelt beeinflusst werden. Die Studie hebt jedoch einen anderen Faktor hervor - die nicht zufällige Partnerwahl (assortative Paarung). Menschen neigen dazu, Lebenspartner mit einem ähnlichen psychischen Profil zu wählen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie die Störung an ihre Kinder weitergeben.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













