So schlafen Sie bei Hitze ohne Klimaanlage ein: 8 einfache Tipps
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Wenn es nachts heiß ist, fällt es dem Körper schwerer, einzuschlafen, und er wacht häufiger auf. Der Grund dafür ist einfach: Für einen normalen Schlaf muss sich der Körper etwas abkühlen. Wenn sich das Schlafzimmer im Laufe des Tages aufgeheizt hat und die Luft feucht und stickig ist, ist dies wesentlich schwieriger.
Eine Klimaanlage löst das Problem, ist jedoch nicht für jeden geeignet: Sie ist teuer, macht Lärm, verbraucht Strom und ist nicht in jeder Wohnung vorhanden.
Die Autoren des Artikels in „The Conversation“ schlagen einen anderen Ansatz vor: Man sollte nicht versuchen, den Raum vor dem Schlafengehen schnell abzukühlen, sondern verhindern, dass er sich tagsüber überhitzt.
Dies ist angesichts der immer heißer werdenden Sommertage besonders relevant.
„Schirmen Sie sich“ tagsüber vor der Sonne ab
Wenn Ihre Fenster zur Sonnenseite zeigen, halten Sie Vorhänge oder Jalousien während der heißesten Stunden geschlossen. So gelangt weniger Sonnenwärme in den Raum, und Boden, Wände und Möbel erwärmen sich weniger. Noch wirksamer sind äußere Schutzmaßnahmen – Fensterläden, Markisen, Außenjalousien oder Schatten durch Pflanzen.
Öffnen Sie die Fenster nicht, wenn es draußen heißer ist
Dies ist ein häufiger Fehler: Im Raum ist es stickig, man öffnet das Fenster und lässt dadurch noch heißere Luft herein. Öffnen Sie die Fenster am besten dann, wenn es draußen kühler ist als im Haus: früh morgens, abends oder nachts. Tagsüber, wenn die Luft draußen heiß ist, sollten Sie die Fenster besser geschlossen halten.
Sorgen Sie für einen Luftzug, wenn die Luft abgekühlt ist
Wenn es am Abend oder in der Nacht kühler geworden ist, können Sie Fenster oder Türen auf verschiedenen Seiten der Wohnung öffnen. Der Luftstrom hilft dabei, die im Inneren angesammelte Wärme abzuführen. Dies funktioniert jedoch nicht immer: Es ist wichtig, Aspekte wie Sicherheit, Lärm, Luftqualität und die tatsächliche Belüftungsmöglichkeit der jeweiligen Wohnung zu berücksichtigen.
Entfernen Sie „überschüssige Wärme“ aus Ihrer Wohnung
Backofen, Herd, Wäschetrockner, Waschmaschine und Geschirrspüler erzeugen zusätzliche Wärme. Das Kochen und das Trocknen von Wäsche im Raum erhöhen zudem die Luftfeuchtigkeit. Bei hoher Luftfeuchtigkeit verdunstet Schweiß schlechter, und der Körper kann sich schwerer abkühlen. An heißen Tagen sollten Sie diese Geräte am besten morgens oder spät abends nutzen und beim Kochen sowie beim Duschen die Dunstabzugshaube einschalten.
Begeben Sie sich zum Schlafen in einen kühleren Raum
Die oberen Stockwerke und Räume, die nach Süden oder Westen ausgerichtet sind, bleiben oft auch nach Sonnenuntergang noch heiß. Wenn möglich, sollten Sie während der Hitze besser im Erdgeschoss, in einem Raum auf der Schattenseite oder dort schlafen, wo sich Wände und Dach weniger aufgeheizt haben.
Wählen Sie leichte Bettwäsche und Kleidung
Dicke Bettdecken, dichte Synthetikstoffe und enge Schlafanzüge speichern Wärme und Feuchtigkeit. Bei Hitze sollten Sie lieber ein leichtes Laken, lockere Kleidung und luftdurchlässige Stoffe verwenden. Baumwolle und Leinen sind oft angenehmer, doch auch die Stoffdicke und die Webart spielen eine wichtige Rolle.
Setzen Sie den Ventilator sinnvoll ein
Ein Ventilator kühlt die Luft nicht ab. Er bewegt sie lediglich über die Haut und unterstützt so die Verdunstung des Schweißes. Daher kann er die Hitze erträglicher machen, bietet jedoch keinen vollständigen Schutz vor Überhitzung. Besonders vorsichtig sollten ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen, Flüssigkeitsmangel oder Unwohlsein sein. Wenn sich Ihr Befinden durch den Ventilator verschlechtert, Ihnen schwindelig wird oder Sie sich überhitzt fühlen, sollten Sie ihn besser ausschalten.
Kühlen Sie nicht den ganzen Raum, sondern sich selbst
Sie können ein Kühlkissen, einen in ein Tuch gewickelten Eisbeutel, eine kühle Wärmflasche oder spezielle Kühlpads verwenden. Wichtig ist, dass Sie Eis nicht direkt auf die Haut legen und das Bett nicht mit Kondenswasser benetzen. Das Europäische Netzwerk gegen Schlaflosigkeit rät außerdem, das Schlafzimmer bei Hitze tagsüber dunkel zu halten und es zur kühlsten Tageszeit zu lüften.
Warum dies wichtig ist
Schlechter Schlaf bei Hitze ist mehr als nur ein Unbehagen. Nachts muss sich der Körper ausruhen, regenerieren und seine Temperatur regulieren. Bleibt das Schlafzimmer heiß, braucht man länger, um einzuschlafen, wacht häufiger auf und fühlt sich am Morgen schlechter.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie diejenigen, die in schlecht belüfteten Wohnungen leben. Die Empfehlungen des Europäischen Netzwerks gegen Schlaflosigkeit betonen ausdrücklich, dass Schlafprobleme während Hitzewellen die gesundheitliche Belastung für gefährdete Gruppen verstärken können.
Der Grundgedanke ist einfach: Man sollte sich nicht erst in der Nacht, sondern bereits tagsüber auf eine heiße Nacht vorbereiten. Wenn sich der Raum nicht überhitzt hat, fällt das Einschlafen leichter.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












