Warum lieben wir Hunde mehr als Menschen? Wissenschaftler haben die Antwort gefunden

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Besser als ein bester Freund: Wie ein Hund unsere Kinder und unsere Liebsten ersetzt hat
06:00, 23.04.2025

Ein Hund ist ein Mitglied der Familie, ein Haustier, ein bester Freund.



Aber wie sieht diese Bindung im Hinblick auf die Psychologie und die sozialen Beziehungen tatsächlich aus? Forscher der Eötvös Loránd Universität (Ungarn) beschlossen, dies herauszufinden und verglichen die Mensch-Hund-Beziehung mit vier Arten von menschlichen Bindungen: Kind, Partner, Verwandter und Freund.

Nachdem sie über 700 Hundebesitzer befragt hatten, fanden sie etwas Interessantes heraus: Der Hund in unserer Welt ist eine Mischung aus einem Kind und einem besten Freund, nur mit zusätzlicher Kontrolle.

🧠 Was hat die Studie ergeben?

  • Ein Hund ist der ultimative Begleiter. Die Besitzer gaben an, dass ihr Hund ihr treuester Begleiter ist, mit dem sie am wenigsten Konflikte haben.

  • Bedingungslose Liebe. Die Menschen hatten das Gefühl, dass ihr Hund sie am meisten liebte - mehr als ihr Partner, ihre Kinder und Freunde.

  • Wie ein Kind - nur ohne die Wutausbrüche. Hunde geben Ihnen das Gefühl, umsorgt, geborgen und gebraucht zu werden. Fast wie ein Kind - aber ohne die Skandale.

  • Wie ein Freund - aber gehorsam. Ein Hund ist einfach, angenehm, und Sie haben das Sagen. Im Gegensatz zu Freunden streitet ein Hund nicht und betrügt nicht.

👑 Der Besitzer hat das Sagen

Wissenschaftler betonen: Ein wichtiger Teil dieser besonderen Bindung ist die Asymmetrie der Macht. Das heißt: Der Mensch entscheidet über alles - wo er wohnt, was er isst, wann er spazieren geht. Es ist dieses Gefühl der Kontrolle, das solche Beziehungen stabil und berechenbar macht. Daher die hohe Zufriedenheit: minimaler Konflikt und maximale Gegenseitigkeit.

💬 Was sagen die Wissenschaftler selbst?

Dr. Eniko Cubini, Autorin der Studie:

"Die Beziehung zu einem Hund vereint die Wärme der elterlichen Fürsorge, die Leichtigkeit einer Freundschaft und die Zuverlässigkeit eines Untergebenen, was sie für den Menschen besonders wertvoll macht."

Aber es gibt eine wichtige Klarstellung. Die Studie ergab, dass Menschen mit guten menschlichen Beziehungen auch stärkere Bindungen zu Hunden haben. Ein Hund ist also kein "Ersatz" für einen Partner oder Freund, sondern eine Ergänzung.

Dr. Dorotia Ujfaluššši fügt hinzu:

"Wir hatten erwartet, dass einsame Menschen stärker an Hunden hängen würden, aber es stellte sich heraus, dass das Gegenteil der Fall ist - je mehr Unterstützung sie im Leben haben, desto wärmer und inniger ist die Bindung an das Tier."

🧩 Was bedeutet das also alles?

Die Autoren der Studie schlagen vor, Hunde nicht nur als "Haustiere" oder "Familienmitglieder" zu betrachten, sondern ein neues, mehrdimensionales Beziehungsmodell einzuführen, in dem der Hund einen einzigartigen Platz zwischen Fürsorge, Freundschaft und persönlicher Autonomie für den Menschen einnimmt.

Aus diesem Grund ist ein Hund für viele mehr als ein Tier. Er ist ein Teil ihrer sozialen und emotionalen Stabilität.

Maria Grynevych

Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.

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