Wissenschaftler haben das Datum der amerikanischen Besiedlung in Frage gestellt
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Wissenschaftler haben das Alter einer der wichtigsten archäologischen Stätten, der Monte Verde Stätte in Chile, in Frage gestellt. Dies ist wichtig, denn sie gilt seit langem als der wichtigste Beweis dafür, dass die Menschen früher als erwartet nach Amerika kamen.
Es geht um eine mögliche Revision der gesamten Chronologie der Besiedlung des Kontinents.
Details
Die Fundstätte von Monte Verde gilt seit mehr als 20 Jahren als einer der frühesten Beweise für die Anwesenheit von Menschen auf dem amerikanischen Kontinent - sie wurde auf vor etwa 14.500 Jahren datiert. Die Entdeckung trug dazu bei, die bisherige Theorie zu revidieren, dass die ersten Menschen vor etwa 13.000 Jahren auf den Kontinent kamen.
Die neue Studie bietet jedoch eine andere Interpretation. Die Wissenschaftler fanden eine Schicht vulkanischer Asche, die etwa 11.000 Jahre alt ist. Alle Artefakte der Fundstelle befinden sich oberhalb dieser Schicht, was bedeutet, dass sie viel jünger sein könnten.
Die Autoren der Studie glauben, dass geologische Prozesse - zum Beispiel die Erosion von Felsen - die Schichten vermischt haben könnten. Infolgedessen könnten sich ältere Materialien in späteren Sedimenten befinden, was zu einer falschen Datierung führte.
Nach ihrer Schätzung dürfte das Alter der Fundstätte nicht mehr als 8.200 Jahre betragen.
Andere Forscher sind jedoch anderer Meinung. Sie weisen darauf hin, dass viele Artefakte - darunter Holzwerkzeuge und Knochen - zuvor direkt datiert worden sind und ein älteres Alter bestätigen.
Es handelt sich also nicht um eine endgültige Revision, sondern um eine wissenschaftliche Debatte.
Warum das wichtig ist
Monte Verde ist eines der Hauptargumente in der Debatte darüber, wann und wie die Menschen Amerika besiedelt haben.
Wenn sich sein Alter als jünger herausstellt, könnte dies:
- die Vorstellungen darüber verändern, wann die ersten Menschen erschienen sind
- die Theorien über die Migration aus Asien beeinflussen
- das Interesse an späteren Siedlungsmustern neu beleben
In der Tat könnte einer der grundlegenden Bezugspunkte der menschlichen Geschichte in der Neuen Welt in Frage gestellt werden.
Hintergrund
Lange Zeit wurde angenommen, dass die ersten Menschen vor etwa 13.000 Jahren nach Amerika kamen (Clovis-Kultur). Die Entdeckung von Monte Verde hat dieses Datum jedoch noch weiter in die Vergangenheit verschoben und ist zu einem wichtigen Argument für eine frühere Besiedlung geworden.
Quelle
Die Studie basiert auf der Analyse von geologischen Schichten in der Fundstätte Monte Verde (Chile). Die Arbeit wurde in der Zeitschrift Science (2026) veröffentlicht.
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Unabhängiger Forscher, der sich für Archäologie und sakrale Geografie interessiert. Er erforscht diese Themen und schreibt über sie.













