Wissenschaftler haben rekonstruiert, wie Menschen vor 100.000 Jahren lebten und starben
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Wissenschaftler haben ein Bild des menschlichen Lebens vor 100.000 Jahren im heutigen Äthiopien rekonstruiert. Das ist wichtig, denn es gibt einen seltenen Einblick in das tägliche Leben und Sterben des frühen Homo sapiens.
Es geht um die Zeit, als die Menschen gerade begannen, sich aus Afrika zu entfernen.
Details
Die Studie wurde in der Region Afar Rift Valley durchgeführt, einer der Schlüsselregionen für die Erforschung der menschlichen Ursprünge.
Die Wissenschaftler fanden etwa 1.800 Steinwerkzeuge und mehr als 130 Tierreste. Die meisten Werkzeuge wurden an Ort und Stelle aus lokalem Stein hergestellt, aber ein kleiner Teil wurde aus Obsidian gefertigt, der wahrscheinlich von weit her transportiert wurde.
Dies könnte auf menschliche Bewegungen oder frühe Formen des Austauschs hinweisen.
Analysen haben gezeigt, dass das Gebiet zu dieser Zeit eine saisonal überschwemmte Ebene mit Wäldern und einer großen Anzahl von Tieren war, von Nagetieren bis hin zu großen Pflanzenfressern.
An den Knochen wurden keine Spuren von Tierschlachtungen gefunden, was darauf hindeuten könnte, dass die Menschen in diesem Gebiet nicht immer Beute gejagt oder verarbeitet haben.
Von besonderem Interesse waren drei menschliche Überreste, von denen jeder ein anderes Sterbeszenario aufweist.
Ein Mann scheint schnell begraben worden zu sein - seine Knochen sind fast unversehrt.
Der zweite wurde stark dem Feuer ausgesetzt, aber es bleibt unklar, ob dies ein Unfall oder das Ergebnis menschlichen Handelns war.
Der dritte wurde teilweise von Tieren gefressen, mit Zahnabdrücken und Schäden an den Knochen.
Diese Unterschiede zeigen, wie unterschiedlich die Bedingungen für Leben und Tod gewesen sein können.
Warum das wichtig ist
Funde wie diese helfen uns, das Verhalten des frühen Homo sapiens zu verstehen.
Die Studie zeigt, dass:
- die Menschen in komplexen Umgebungen neben wilden Tieren lebten
- unterschiedliche Ressourcen und Materialien nutzten
- mit verschiedenen Todesszenarien konfrontiert waren, vom natürlichen Tod bis zum Tod durch Raubtiere
Dies vermittelt ein realistischeres Bild vom Leben der Menschen in der Antike, nicht nur von Werkzeugen oder Knochen.
Hintergrund
Die Zeit vor etwa 100.000 Jahren gilt als Schlüsselzeit für die Evolution des Homo sapiens - in dieser Zeit bildeten sich die Verhaltens- und Technologiemerkmale heraus, die es den Menschen später ermöglichten, sich über die ganze Welt zu verbreiten.
Quelle
Die Studie basiert auf archäologischen Funden im Afar Grabenbruch (Äthiopien). Die Arbeit wurde in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2026) veröffentlicht.
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Unabhängiger Forscher, der sich für Archäologie und sakrale Geografie interessiert. Er erforscht diese Themen und schreibt über sie.













