100 Jahre Quantenmechanik: Wie Schrödingers Katze zur modernen Technologie führte
- Startseite
- Wissenschaft
- 100 Jahre Quantenmechanik: Wie Schrödingers Katze zur modernen Technologie führte


Ein Rückblick auf den 100. Jahrestag der Quantenmechanik und ihre Auswirkungen auf die Technologie ist in Science erschienen
Die Quantenmechanik, die Theorie, die das Verhalten der kleinsten Teilchen beschreibt, ist etwa 100 Jahre alt.
Als sie zum ersten Mal erschien, hielten viele Wissenschaftler sie für zu seltsam: Die Gesetze des Mikrokosmos passten nicht in die herkömmliche Logik. Doch heute ist die Quantenphysik das Herzstück der Technologien, die wir täglich nutzen - von Lasern und Mikrochips bis hin zu fortschrittlichen Quantencomputern und ultrasicherer Kommunikation.
Ein neuer Artikel des Physikers Marlan Scully (Texas A&M University; auch mit der Princeton University verbunden) in Science erinnert uns daran. In dem Artikel zeichnet er den Weg der Quantenmechanik von frühen Debatten und "Gedankenexperimenten" bis zu praktischen Anwendungen nach, die Wissenschaft und Industrie verändern.
Wie alles begann: Schrödingers Katze und die Merkwürdigkeiten des Mikrokosmos
Eines der berühmtesten Symbole für die 'Seltsamkeiten' der Quantenmechanik ist das 1935 vorgeschlagene Paradoxon der 'Schrödingerkatze'. Es sollte zeigen, wie ungewohnt die Quantentheorie den Zustand eines Systems vor der Messung beschreibt. Heutzutage sind solche Ideen nicht mehr nur Philosophie: Sie bilden die Grundlage für die Entwicklung von Quantencomputern und Quantenkryptographie, Bereiche, in denen Effekte wie Überlagerung und Verschränkung wichtig sind.
Die Schlüsselidee, die die Technik verändert hat: Kohärenz
Eines der wichtigsten "Quantenwerkzeuge" ist die Kohärenz: wenn Teilchen (z.B. Atome und Photonen) gemeinsam als ein einziges System agieren. Dies war die Grundlage für Laser - einst als fast unmöglich erachtet, sind Laser heute überall zu finden: Barcode-Scanner, Medizin (einschließlich Augenchirurgie), Industrie und Forschung.
Die Kohärenz ist auch eng mit der Quantenverschränkung verbunden, einem Phänomen, das Einstein als "spukhafte Fernwirkung" bezeichnete. Die Verschränkung hilft bei der Entwicklung von Methoden zum Schutz von Daten in der Quantenkommunikation und erhöht die Empfindlichkeit von ultrapräzisen Geräten.
"Quantenmotoren" und Versuche, die klassischen Grenzen umzuschreiben
Scully spekuliert auch über Quanten-Wärmemaschinen: In der klassischen Physik ist die Effizienz von Motoren durch die "Carnot-Grenze" begrenzt, aber Quanteneffekte können die bekannten Grenzen verändern und neue Ansätze für das Energiemanagement vorschlagen - auch wenn dies noch ein Bereich aktiver Forschung ist.
Von der Biologie zum Weltraum
Quantenmethoden werden zunehmend auch außerhalb der "reinen Physik" angewandt. Spektroskopische Techniken ermöglichen es beispielsweise, Moleküle und Viren auf sehr kleinen Skalen zu untersuchen. Und auf der Ebene des Universums bleibt das große Ziel, die Quantenmechanik mit der Relativitätstheorie zu kombinieren (Quantengravitation, Versuche, schwarze Löcher und das frühe Universum zu erklären).
Ein weiterer unerwarteter Bereich ist die Turbulenz (chaotische Wirbel in Luft und Wasser), von der Wetter, Klima und Flugsicherheit abhängen. Untersuchungen von Quantenflüssigkeiten, wie supraflüssigem Helium, helfen bei der Suche nach Mustern, die auch für "gewöhnliche" Strömungen nützlich sein könnten.
Was kommt als nächstes?
Trotz eines Jahrhunderts voller Erfolge hat die Quantenmechanik immer noch große Fragen: ob die Schwerkraft "quantisiert" werden kann, wie sich Quantencomputer auf Medizin und Materialien auswirken werden und welche neuen Effekte die Quantentechnologie freisetzen wird.
5 Wege, wie die Quantenmechanik in unserem Leben "funktioniert
- Laser - von Kassenscannern bis zur Chirurgie.
- Sichere Kommunikation - Quantenkryptographie für die Datenübertragung.
- Schnelles Rechnen - Quantencomputer für Aufgaben, die für herkömmliche Computer zu komplex sind.
- Ultrapräzise Messungen - einschließlich Technologien, die die Empfindlichkeit von Gravitationswellendetektoren erhöhen.
- Medizin und Biologie - Methoden zur Abbildung und Analyse von Molekülen auf der Nanoskala.
- Wissenschaftler haben herausgefunden, wie man eine Quanten-"Katze" finden kann, ohne sie zu verscheuchen
- Warum wir in einer neuen Stadt zuerst nach dem besten Restaurant suchen, bevor wir in ein vertrautes zurückkehren
- Warum die Erde im Altertum fast vollständig zugefroren sein könnte
- Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Schildkröten gemeinsame Wurzeln mit den Vorfahren der Vögel und Krokodile haben
- Ein Stück Seegurke weigerte sich zu sterben - und lebte mehr als drei Jahre lang getrennt von seinem Körper
- Warum verdünnte Flüssigseife mit Wasser statt mit Schaum aus dem Spender kommt

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.













