Trump nannte Medwedew einen Verlierer

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19:00, 31.07.2025

US-Präsident Donald Trump hat sich scharf gegen den ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew ausgesprochen, ihn als "gescheiterten Führer" bezeichnet und öffentlich mit ernsten Konsequenzen gedroht.



Dies berichtet die Publikation POLITICO.

In einem späten Posting auf seiner Social Media Seite wandte sich Trump an Russland: "Es ist mir egal, was Indien mit Russland macht. Sollen sie doch ihre toten Volkswirtschaften zusammen herunterziehen - es ist mir egal. Wir machen kaum Geschäfte mit Indien, das Land hat einige der höchsten Zölle der Welt. Ebenso machen Russland und die USA fast keine Geschäfte miteinander. Lassen wir es dabei bewenden und sagen Sie Medwedew - einem Verlierer und ehemaligen russischen Präsidenten, der sich immer noch für einen Präsidenten hält - dass er auf seine Worte achten soll. Er betritt sehr gefährliches Terrain!""

Die Erklärung war eine Reaktion auf Medwedew selbst, der sich in den letzten Tagen öffentlich über Trumps Ultimatum an den Kreml lustig gemacht hat. Zuvor hatte Trump die Moskau gesetzte Frist zur Beendigung des Krieges in der Ukraine drastisch verkürzt und mit "verheerenden wirtschaftlichen Folgen" gedroht, falls seine Forderungen nicht erfüllt würden.

Medwedew, der für seine scharfe Art in den sozialen Medien bekannt ist, ließ es nicht an einer Antwort fehlen.

Anfang der Woche schrieb er: "Trump spielt ein Spiel mit Ultimaten: 50 Tage oder 10... Er sollte sich zwei Dinge merken: Russland ist nicht Israel oder gar der Iran. Jedes neue Ultimatum ist eine Drohung und ein Schritt in Richtung Krieg. Aber nicht zwischen Russland und der Ukraine, sondern mit seinem eigenen Land. Wiederholen Sie nicht den Weg von Sleepy Joe!"

In einer weiteren Botschaft in X reagierte Medwedew, jetzt stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, scharf auf die Forderung des US-Senators Lindsey Graham nach einem Platz am Verhandlungstisch:

"Es ist nicht an Ihnen oder Trump, zu sagen, wann die Verhandlungen beginnen sollen. Sie werden erst enden, wenn alle Ziele unserer Militäroperation erreicht worden sind. Kümmere dich lieber um die Dinge in deinem eigenen Land, Opa!"

Trump hat Russland im Juli eine Frist von 50 Tagen gesetzt, um einen Waffenstillstand mit der Ukraine zu schließen, und mit Zöllen gedroht, falls die Verhandlungen scheitern.

In der Vergangenheit diente Medwedew als Premierminister, bevor er von 2008-2012 aufgrund der Amtszeitbeschränkung für Putin ein "Ersatzpräsident" wurde. Medwedew unterstützt nun offen eine umfassende Invasion der Ukraine und greift den Westen regelmäßig in den sozialen Medien scharf an.

Maryna Boryspolets
Schreibе über Politik bei SOCPORTAL.INFO

Journalistin und Redakteurin von Nachrichten- und Analysesendungen.