Verheiratete Männer sind dreimal so häufig fettleibig wie alleinstehende Männer
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Eine neue Studie, die auf dem European Congress on Obesity (ECO 2025, Málaga, Spanien) vorgestellt wurde, hat ergeben, dass verheiratete Männer im Vergleich zu unverheirateten Männern dreimal so häufig fettleibig sind.
Bei Frauen hingegen ist das Risiko nicht so dramatisch erhöht. Allerdings erhöht eine Heirat die Wahrscheinlichkeit, übergewichtig zu sein, um 62% bei Männern und 39% bei Frauen. Diese Daten wurden von Forschern des Nationalen Instituts für Kardiologie in Warschau (Polen) ermittelt, Leiterin der Gruppe ist Dr. Alicia Cicha-Mikolajczyk.
Quelle: Europäischer Kongress über Fettleibigkeit
Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle: Mit jedem zusätzlichen Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit von Übergewicht und Adipositas sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
Die Studie basierte auf medizinischen Daten aus der groß angelegten WOBASZ II-Gesundheitserhebung unter polnischen Einwohnern, an der 2405 Erwachsene (1098 Männer und 1307 Frauen) teilnahmen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 50 Jahren. Von ihnen waren 35,3 Prozent normalgewichtig, 38,3 Prozent waren übergewichtig und 26,4 Prozent fettleibig.
Die Teilnehmer unterzogen sich auch speziellen psychologischen und soziologischen Tests, die ihr Niveau der Gesundheitskompetenz, Anzeichen von Depressionen und den Grad der sozialen Unterstützung ermittelten. Die Analyse dieser Faktoren ergab, dass sie mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Fettleibigkeit zusammenhängen.
Die Ergebnisse zeigten, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer (59%) über einen Sekundar- oder Hochschulabschluss verfügten, 55% ein angemessenes Niveau an Gesundheitskompetenz aufwiesen und 50% über ausreichende soziale Unterstützung verfügten. Anzeichen von Depressionen wurden bei 15% der Befragten festgestellt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden bei 12 Prozent der normalgewichtigen, 18 Prozent der übergewichtigen und 28 Prozent der fettleibigen Personen festgestellt.
Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie war die Feststellung eines starken Zusammenhangs zwischen Ehe und Übergewicht. Bei verheirateten Männern war die Wahrscheinlichkeit, übergewichtig zu sein, um 62 Prozent höher und die Wahrscheinlichkeit, fettleibig zu sein, um das 3,2-fache höher als bei alleinstehenden Männern. Bei Frauen waren die Unterschiede weniger ausgeprägt: Die Ehe erhöhte das Risiko für Übergewicht um 39 Prozent, aber es wurde kein signifikanter Zusammenhang mit Fettleibigkeit festgestellt.
Nach Ansicht der Studienautoren könnte das Fehlen eines auffälligen Zusammenhangs zwischen Heirat und Fettleibigkeit bei Frauen auf kulturelle und soziale Unterschiede in der Einstellung zu Übergewicht bei Männern und Frauen zurückzuführen sein.
Das Alter erwies sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen als wichtiger Risikofaktor: Jedes Lebensjahr erhöhte das Risiko für Übergewicht um 3 Prozent bei Männern und 4 Prozent bei Frauen. Das Risiko für Fettleibigkeit stieg mit jedem Jahr um 4 Prozent bei Männern und 6 Prozent bei Frauen.
Weitere Ergebnisse der Studie betrafen den Wohnort und psychologische Faktoren. So hatten Frauen, die in kleinen Gemeinden (mit weniger als 8.000 Einwohnern) lebten, ein 46% höheres Risiko für Fettleibigkeit und ein 42% höheres Risiko für Übergewicht. Die Gründe für dieses Phänomen werden noch geklärt und hängen möglicherweise mit sozialen oder umweltbedingten Faktoren zusammen. Bei Männern wurde kein Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsgröße und dem Gewicht festgestellt.
Außerdem hatten Frauen mit geringer Gesundheitskompetenz ein um 43 % erhöhtes Risiko für Übergewicht, und das Vorhandensein von depressiven Symptomen verdoppelte das Risiko fast. Bei Männern wurden keine derartigen Zusammenhänge festgestellt.
Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss: Alter und Familienstand haben einen deutlichen Einfluss auf die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen, unabhängig vom Geschlecht. Bei Frauen waren eine geringe Gesundheitskompetenz und das Vorliegen einer Depression ebenfalls wichtige Faktoren. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, das Wissen über eine gesunde Lebensweise und die Vorbeugung von Fettleibigkeit in der Bevölkerung aller Altersgruppen aktiv zu verbreiten.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.













