Nach den USA wurde auch in Europa die Frage nach einer Herabsetzung des Mobilisierungsalters aufgeworfen, worauf das Ministerkabinett antwortete

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Die EU hat auch die Frage der Herabsetzung des Mobilisierungsalters angesprochen: Antwort des Kabinetts
ArmeeInform
15:32, 11.12.2024

Die Diskussion über die Herabsetzung des Mobilisierungsalters in der Ukraine auf 25 Jahre hat sowohl innerhalb des Landes als auch bei den westlichen Partnern große Resonanz hervorgerufen.



Die stellvertretende Ministerpräsidentin für europäische und euro-atlantische Integration, Olha Stefanyshyna, bestätigte, dass dieses Thema auch mit Vertretern der Europäischen Union besprochen worden sei. Sie sagte jedoch, dass die Ukraine ernsthaften Einschränkungen im Zusammenhang mit der Ausrüstung und der Ausbildung neuer Mobilisten ausgesetzt sei, berichteteRadio Liberty.

Stefanyshyna sagte, dass die Ukraine trotz der Kritik der Forderung nach einer Herabsetzung des Mobilisierungsalters nicht nachkommen kann, da es an einer systematischen Planung und ausreichender Ausrüstung der Streitkräfte fehlt. Sie betonte, dass die Verbündeten, insbesondere die EU, eine Schlüsselrolle bei der Ausbildung des ukrainischen Militärs spielen könnten. Bislang wurden etwa 60.000 Soldaten ausgebildet, doch das reicht nicht aus, um die aktuellen Verluste auszugleichen und ein hohes Maß an Kampffähigkeit zu gewährleisten.

Die Ukraine hatte bereits im April 2024 ein Gesetz verabschiedet, das das Mobilisierungsalter von 27 auf 25 Jahre herabsetzte. Der Schritt war Teil der Bemühungen, die Armee zu vergrößern, aber der Bedarf an Personal bleibt hoch. US-Außenminister Anthony Blinken sagte, die Ukraine müsse "schwierige Entscheidungen" über die Mobilisierung treffen, um die Fähigkeit zu erhalten, einer russischen Aggression zu begegnen. Er sagte, dass selbst bei ausreichender Finanzierung und Munition sichergestellt werden muss, dass genügend Leute an der Front sind.

Das Tempo der Mobilisierung in der Ukraine ist nach wie vor unzureichend, um Verluste zu decken und die Streitkräfte aufzustocken, was sowohl im Inland als auch bei den westlichen Partnern Besorgnis hervorruft. Quellen im ukrainischen Generalstab stellen fest, dass der Personalmangel bereits zu einer Vereinfachung der Strukturen der Streitkräfte geführt hat, um zusätzliche Ressourcen für Kampfeinheiten freizusetzen. Diese Lösung ist jedoch nur eine vorübergehende Maßnahme und löst das Problem nicht vollständig.

Generell ist die Senkung des Mobilisierungsalters eine der Maßnahmen, die im Rahmen der Verbesserung der ukrainischen Verteidigungskapazitäten diskutiert werden, aber ohne ausreichende logistische Unterstützung und die Unterstützung von Verbündeten besteht die Gefahr, dass dieser Schritt nicht ausreichend effektiv ist.

Maryna Hontar
Schreibt über Krieg und Zwischenfälle bei SOCPORTAL.INFO

Journalistin und Volontärin mit viel Erfahrung.

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